/////// BLINDER SPOT EXTENDED ///////

stolm4 _ Michael Stoll

































































 


Den Reisenden zieht es in die Ferne, um das unverfälschte Andere zu entdecken. Doch wie der Reisende in der Sonne seinen Schatten wirft, verändert er die Fremde in dem Augenblick seiner Anwesenheit. Das ‚Authentische’ erlischt in dem Moment seines Erscheinens. Mit diesem Makel des Reisens befasst sich Michael Stoll in seiner Konzeption des blinden Flecks.

Die Ausstellung besteht aus einer räumlichen Einheiten. Michael Stoll zeigt verschiedene Arbeiten, die aus den Eindrücken seiner Weltreise entstanden. Grossformatige, aus Holz gefrässte Bilder der Serie Handwerk treffen auf mit Farbstift und Acryl, zum Teil kindlich-intuitiv, zum teil detailliert-präzise eingefangene Momentaufnahmen ferner Kulturräume. Als blinde Flecken, als das, was dem Reisenden immer verborgen bleiben wird, schweben Metallarbeiten vor den Bildern. Sie verdecken einen Teil des Sujets und nehmen so Raum ein, sie werfen den Schatten der Erwartungen des Reisenden, der Spuren in seiner Umgebung hinterlässt. Bilder aus der Serie Global Postcards ergänzen die Ausstellung mit vermeintlich romantischen Sujets aus verschiedenen Ländern. Zusätzlich erzeugen Strukturobjekte eine Dreidimensionalität, die es dem Betrachter ermöglichen, einen neuen ‚kulturellen Raum’ zu betreten. Text: Leonie Lydorf 2016








stolm4 _ Michael Stoll








Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4



Picture 1- 4 | Blind Spot
Installation, Mixed Media | 700 x 500 x 250 cm | August 2016 | Galerie Tempogarage, Schaffhausen - CH
stolm4 _ Michael Stoll | Preis auf Anfrage










STRUKTUROBJEKT 05












Bilder 1 - 6 | Strukturobjekt | September 2005 
Michael Stoll _ stolm4 | Photographie: Michael Stoll
















 
 
Diese Arbeit von Michael Stoll wurde 2005 in Biel ausgestellt. 
Es handelt sich dabei um eine grossformatige Installation aus 
Holzlatten. Aus einem geordne­ten inneren Kern brechen immer 
mehr Elemente aus, die den Kern in unregelmässiger Weise 
über­wuchern. Michael Stoll spielt hier mit dem Kontrast von 
Ordnung und Chaos: Welches ist das domi­nante Prinzip?  
Text | Leonie Lydorf | Juni 2012

HANDWERK


Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4












stolm4 _ Michael Stoll


















Picture 1 - 6
Handwerk | 100 x 160 cm | Mixed Media, Milled Wood, Acryl, Pen

November 2015 - Januar 2016 | stolm4 _ Michael Stoll 
 
price upon request
Picture: Michael Stoll



Dem Projekt HandWERK liegt mein Interesse an künstlerischem Handwerk in verschiedenen 
Regionen der Welt zugrunde, die Diversität von Material, Fertigungstechnik, Form und Farbsprache
als Ausdrucksform von Kultur. Aus diesem Interesse entstand die Idee, in Anlehnung an die alte 
Tradition der Zimmermänner, ein Wanderjahr einzulegen, um auf dem Landweg von Schaffhausen 
nach Südostasien entlang der Seidenstrasse die verschiedenen Ausprägungen der künstlerischen 
Handwerke zu studieren. Grob vereinfacht lässt sich die Reiseroute in verschiedene, soziokulturell
zusammenhängende Abschnitte gliedern: Von der Schweiz bis in die Türkei, Iran, Indien und Nepal 
Myanmar, Thailand und Laos
  
Die künstlerische Umsetzung der Bilder erfolgt via digitaler Strukturzeichnungen, die als Vorlage 
für aus Holz gefräste Bilder dienen. Spezifischen Farb- und Formgebungen, Materialen und Muster 
werden in zweidimensionalen Arbeiten präsentiert. Leonie Lydorf

Schichtholz, CNC- gefräst & koloriert| 5 Stk. | 107 cm x 157 cm
 



EU- RELOADED

Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4




Bilder 1 -13 | Europäische Union- RELOADED | Oktober 2015 | Michael Stoll | Photographie: Michael Stoll 


Auslöser für diese Arbeit war die Abstimmung zur Initiative gegen 
Masseneinwanderung im Februar 2014. Die 28 Metallarbeiten 
sind nach Regierungsoberhäuptern europäischer Mitgliedsstaaten 
be­nannt. In seiner Ausstellung, im August 2014 in Schaffhausen, 
in­szeniert Michael Stoll die Arbeiten an den Wänden einer 
ehemaligen Waschküche. An der Tür zu die­sem Raum hängen 
Auszüge der Beitrittsvoraussetzungen zur Eu­ropäischen Union. 
Michael Stoll hinterfragt mit dieser Installation die Beziehung von 
Schweiz und EU. In geopolitischer Realität ist die Schweiz 
eingeschlossen von der EU, als Teil der Ausstellung wird 
diese Realität umgekehrt. Die EU wird reduziert auf die 
Waschküche, umgeben von eidgenössischem Territorium. 
Will man den Raum betreten? Ist man bereit, den 
Bei­trittsbedingungen zuzustimmen?  
Text | Leonie Lydorf | Mai 2014
 

BLIND SPOT

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4



Michael Stoll _ stolm4
Michael Stoll _ stolm4





Den Reisenden zieht es in die Ferne, um das unverfälschte Andere zu
entdecken. Doch wie der Reisende in der Sonne seinen Schatten 
wirft, verändert er die Fremde in dem Augenblick seiner Anwesenheit. 
Das ‚Authentische’ erlischt mit seinem Erscheinen. – Mit diesem Makel 
des Reisens befasst sich Michael Stoll in seinen Arbeiten Der blinde Fleck.

Auf Basis von Zeichnungen, die während seiner Weltreise entstanden, 
malt Michael Stoll mit Farbstift und Acryl zum teil kindlich-intuitive, zum 
teil detailliert-präzise Momentaufnahmen ferner Kulturräume. Als blinde 
Flecken, als das, was dem Reisenden immer verborgen bleiben wird, 
schweben Metallarbeiten vor den Bildern. Sie verdecken einen Teil des 
Sujets und nehmen so Raum ein, ohne eine eigene Aussage zu machen.

Die Serie Der blinde Fleck besteht aus zwölf Werken, die sich jeweils aus zwei 
Komponenten zusammensetzen: Acryl-Farbstift-Malerei auf Papier und aufge-
setzten Messing-Laser-Arbeiten. Text | Leonie Lydorf | Oktober 2015

Picture 1 - 11
Implicitness | 21 x 30 cm | Mixed Media, Acryl, Pen on Paper, Messingobject |  September 2015 | stolm4 _ Michael Stoll
price upon request
Photographie: Michael Stoll


STRUKTUROBJEKTE 2015



Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4
Michael Stoll _ stolm4
Michael Stoll _ stolm4


In den Arbeiten der Strukturobjekteobjekte übersetzt Michael Stoll lineare Strukturzeichnungen in dreidimensionale Modelle. 
Zunächst wird die Struktur im Coputer- Zeichnungsprogramm als Linienmodell konstruiert. Erst durch den 3D- Druck aus 
Kunststoff wird das Modell zum Objekt. Leonie Lydorf

3D- Printe, koloriert | 5 Stk. | div. Grössen ca. 24 cm x 20 cm
  |  2015 |  stolm4 _ Michael Stoll  | Photographie: Michael Stoll
 

SELBSTVERSTÄNDLICH PIXEL



Michael Stoll _ stolm4Michael Stoll _ stolm4Michael Stoll _ stolm4



Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4




Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4



Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Michael Stoll _ stolm4

Als Basis dieser Arbeiten dienen teils provokative, teils vermeintlich ’harmlose’ im Internet gefundene Motive. Diese werden in einem ersten Schritt verpixelt und anschließend partiell von Linienstrukturen überlagert. Die Verpixelung der Bilder spielt auf die gängige Praxis der Unkenntlichmachung von als antsössig deklarieretem Bildmaterial an. Durch die Verpixelung von scheinbar ’unschuldigen’ Bildmotiven und deren Durchmischung mit anrüchigen Sujets wirft Michael Stoll neue Fragen nach Moral und ethischen Grundsätzen auf. Gleichzeitig spielt Michael Stoll mit der Fantasie der Rezipienten: Obwohl das Motiv nicht klar zu erkennen ist, versteht der Betrachter sofort was dargestellt wird. Durch diese Referenz auf das eigene Bildarchiv des Betrachters, wird dieser mit seinem medialen Konsumverhalten konfrontiert. Text | Leonie Lydorf | Juni 2014

SELBSTVERSTÄNDLICH PIXEL | 40 x 30 cm | Mixed Media, Fine Art Print |  Mai 2014 | stolm4 _ Michael Stoll
price upon request | Photographie:  Philip Böni