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Fotos: Carolin Bollig


`Welcome` kontrastiert emotionale Fluchtgeschichten mit der 
bürokratischen Realität der Berliner Erstaufnahmestelle für 
Geflüchtete Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGESO).

Michael Stolls Arbeit befasst sich mit der Unmöglichkeit, diese 

beiden Komponenten mit einander zu verständigen. Einer bis ins 
kleinste Detail ausdifferenzierten, höchst bürokratischen Verwal-
tungsstelle, hinter deren Bearbeitungsnummern Menschen stehen, 
deren Lebensgeschichten sich nicht in Formulare pressen lassen, 
deren Einzelschicksale Empathie und Menschlichkeit verlangen. 
Text // Leonie Lydorf


FLUCHTEN

Fluchten
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Mehr Infos unter: Ausstellungen


Fluchten


Fluchten



























Flucht und Reise, Heimat und Fremde – Schlagworte, die die aktuelle Arbeit von Michael Stoll beschreiben. 
Doch wie gehören sie zusammen und wo stossen sie sich ab? Flucht und Reise – beides sind Bewegungen 
in die Fremde, aber mit völlig verschiedenen Beweg-Gründen: Die Reise geschieht aus der Neugier am Frem-
den, der Lust des Fremd-Seins. Vielleicht auf der Suche nach dem utopischen Paradies, oder der dekadenten 
Flucht vor Alltag und Langeweile. Dabei bleibt die Heimat aber stets als Ort des Ursprungs, der sicheren Heim-
Kehr. Die Bewegung des Flüchtens hingegen entsteht aus Not und existenzieller Sorge. Die Heimat wird zum 
unmöglichen Sehnsuchtsort. Das Fremde wird gleichermassen belegt mit der Angst des Fremd-Seins sowie 
Hoffnung auf eine sichere Zukunft, ein besseres Leben, eine neue Heimat?

Michael Stolls jüngster Arbeit LAGESO kann man sich sehr gut mit Hilfe von Jürgen Habermas nähern: Dieser 

unterscheidet zwischen Lebenswelt und System. Die Lebenswelt zeichnet sich durch sprachliche Verstän-
digung aus und basiert auf dem, was uns Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet: In einer sprach-
lichen Auseinandersetzung sind wir in der Lage, uns durch gute Argumente, rationaler oder emotionaler Art, 
überzeugen zu lassen. Ein System hingegen repräsentiert einen bestimmten funktionalen Bereich unserer 
Gesellschaft in dem die kommunikative Verständigung durch binäre Codes ersetzt ist: 1 oder 0, drinnen oder 
draussen. An bestimmten Stellen einer Gesellschaft prallen diese beiden Komponenten aufeinander. Einer 
dieser Orte ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin. Hier findet die Erstregistrierung von 
Geflüchteten statt, hier werden die Asylanträge gestellt und bearbeitet. Die bürokratischen Strukturen dieser 
Behörde sind, wie in allen Verwaltungen, systemisch organisiert. In den auszufüllenden Formularen gibt es die 
Möglichkeit, Ja oder Nein anzukreuzen. Ein definierter Asylgrund wird erfüllt oder nicht – aber eben nicht ein 
bisschen. Gleichzeitig bewegen sich in diesem System Menschen mit Schicksalen. Mit komplexen, umwegigen 
Lebensläufen. Mit rationalen und emotionalen Fluchtgründen.

Michael Stolls Arbeit befasst sich mit der Unmöglichkeit, diese beiden Komponenten mit einander zu Verstän-

digen. Einer bis ins kleinste Detail ausdifferenzierten, höchst bürokratischen Verwaltungsstelle, hinter deren 
Bearbeitungsnummern Menschen stehen, deren Lebensgeschichten sich nicht in Formulare pressen lassen. 
Deren Einzelschicksale Empathie und Menschlichkeit verlangen. Text: Leonie Lydorf, Soziologin

 
Pressetext zur Ausstellung: vebikus/pressetext
Weitere Informationen unter: stolm4/aktuell / www.vebikus.ch
















TRAIDINGHOUSE

 


Michael Stoll _ stolm4 Michael Stoll _ stolm4


Michael Stoll _ stolm4






Michael Stoll _ stolm4



Michael Stoll _ stolm4

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Michael Stolls Installation fängt das burmesische Marktgeschehen ein und inszeniert 
es in einer urbanen Umgebung, auf dem Parkdeck der Neukölln Arcaden. Dadurch 
werden Fragen nach den globalen Zusammenhängen des Handels aufgeworfen.

Myanmar ist der Markt Dreh- und Angelpunkt in Sachen Nahrung. Hier werden Waren

von Großhändlern umgeschlagen, genauso wie die des kleinen Bauern. Gleichzeitig ist
 der Markt auch Ort der Nahrungsaufnahme und Schauplatz des sozialen Lebens: Es 
werden Neuigkeiten und Informationen ausgetauscht; die Ärmsten bitten um Spenden, 
Nonnen und Mönche sammeln Almosen. Die Installation zeigt eine abstrahierte Version 
Burmesischer Häuser, in die aus Holz gefräste Bilder eingefügt sind. Leonie Lydorf

Installation |  Bilder: Schichtholz, CNC- gefräst & koloriert |  Installation: Holz, 

gesägt, geleimt  |  5 Stk. | 72 x 80 x 100 cm - 100 x 120 x 140 cm | stolm4 _ Michael Stoll  
Juni 2016 | 48h Neukölln                



















 

BLINDER SPOT EXTENDED

stolm4 _ Michael Stoll

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Picture 1- 4 | Blind SpotInstallation, Mixed Media | 700 x 500 x 250 cm | August 2016 | Galerie Tempogarage, Schaffhausen - CH |  
stolm4 _ Michael Stoll | Preis auf Anfrage

STRUKTUROBJEKT 05












Bilder 1 - 6 | Strukturobjekt | September 2005 
Michael Stoll _ stolm4 | Photographie: Michael Stoll
















 
 
Diese Arbeit von Michael Stoll wurde 2005 in Biel ausgestellt. 
Es handelt sich dabei um eine grossformatige Installation aus 
Holzlatten. Aus einem geordne­ten inneren Kern brechen immer 
mehr Elemente aus, die den Kern in unregelmässiger Weise 
über­wuchern. Michael Stoll spielt hier mit dem Kontrast von 
Ordnung und Chaos: Welches ist das domi­nante Prinzip?  
Text | Leonie Lydorf | Juni 2012

HANDWERK


Michael Stoll _ stolm4


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Picture 1 - 6
Handwerk | 100 x 160 cm | Mixed Media, Milled Wood, Acryl, Pen

November 2015 - Januar 2016 | stolm4 _ Michael Stoll 
 
price upon request
Picture: Michael Stoll



Dem Projekt HandWERK liegt mein Interesse an künstlerischem Handwerk in verschiedenen 
Regionen der Welt zugrunde, die Diversität von Material, Fertigungstechnik, Form und Farbsprache
als Ausdrucksform von Kultur. Aus diesem Interesse entstand die Idee, in Anlehnung an die alte 
Tradition der Zimmermänner, ein Wanderjahr einzulegen, um auf dem Landweg von Schaffhausen 
nach Südostasien entlang der Seidenstrasse die verschiedenen Ausprägungen der künstlerischen 
Handwerke zu studieren. Grob vereinfacht lässt sich die Reiseroute in verschiedene, soziokulturell
zusammenhängende Abschnitte gliedern: Von der Schweiz bis in die Türkei, Iran, Indien und Nepal 
Myanmar, Thailand und Laos
  
Die künstlerische Umsetzung der Bilder erfolgt via digitaler Strukturzeichnungen, die als Vorlage 
für aus Holz gefräste Bilder dienen. Spezifischen Farb- und Formgebungen, Materialen und Muster 
werden in zweidimensionalen Arbeiten präsentiert. Leonie Lydorf

Schichtholz, CNC- gefräst & koloriert| 5 Stk. | 107 cm x 157 cm
 



EU- RELOADED

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Bilder 1 -13 | Europäische Union- RELOADED | Oktober 2015 | Michael Stoll | Photographie: Michael Stoll 


Auslöser für diese Arbeit war die Abstimmung zur Initiative gegen 
Masseneinwanderung im Februar 2014. Die 28 Metallarbeiten 
sind nach Regierungsoberhäuptern europäischer Mitgliedsstaaten 
be­nannt. In seiner Ausstellung, im August 2014 in Schaffhausen, 
in­szeniert Michael Stoll die Arbeiten an den Wänden einer 
ehemaligen Waschküche. An der Tür zu die­sem Raum hängen 
Auszüge der Beitrittsvoraussetzungen zur Eu­ropäischen Union. 
Michael Stoll hinterfragt mit dieser Installation die Beziehung von 
Schweiz und EU. In geopolitischer Realität ist die Schweiz 
eingeschlossen von der EU, als Teil der Ausstellung wird 
diese Realität umgekehrt. Die EU wird reduziert auf die 
Waschküche, umgeben von eidgenössischem Territorium. 
Will man den Raum betreten? Ist man bereit, den 
Bei­trittsbedingungen zuzustimmen?  
Text | Leonie Lydorf | Mai 2014